Wie ich zum Schreiben kam

Erstens... Es wurde mir in die Wiege gelegt

Ich möchte mit Fug und Recht behaupten, dass Schreiben meine Leidenschaft ist. Vermutlich liegt ein Grund dafür in meiner Herkunft:

 

1958 wurde ich in Düsseldorf als die älteste von drei Schwestern in eine Familie von Schreibwütigen geboren:

 

Mein Vater hinter ließ Dutzende von Tagebüchern, im Nachlass meiner Mutter fanden wir handgeschriebene unversandte Liebesbriefe, eine meiner Schwestern schreibt regelmäßig Leserbriefe, die andere versorgt Familie und Freunde mit wunderschönen Nachrichten auf originellen Grußkarten. Und mein Onkel setzte sich mit der Familienhistorie auseinander und sammelte alles, was er an Daten, Fakten und Schriftstücken zum Thema finden konnte. Meine Enkelin träumt bereits jetzt, im Alter von 8 Jahren, davon, ein Buch zu schreiben und überrascht uns mit immer neuen reizenden Geschichten.

 

Es war also unausweichlich, dass auch ich mich schriftstellerisch betätigen würde. Und das, obwohl eine meiner Deutschlehrerinnen mich stets mahnte: Annette, fasse Dich kurz. Wenn sie geahnt hätte, wie sehr sie mich damit traf. Schon damals wollte ich mit nicht kurzfassen. Wollte mir nicht vorschreiben lassen, wie lang meine Texte sein sollten. Wollte jedem meiner Gedanken schriftlich Ausdruck verleihen.

Erste Schreib-Versuche

Ein erstes Zeugnis meiner Schreibkunst finden sie hier. 

Zugebenermaßen weiß ich nicht mehr, ob es mein eigener Text ist, ob er auf einem Diktat beruht oder es sich um eine Abschrift handelt. Immerhin habe ich mich im Alter von 7 Jahren schon gerne mit dem Thema Schreiben befasst. Das Malen habe ich später aufgegeben, bzw. es anderen überlassen.

 

Eine Strafarbeit, wonach ich zur Freude meiner Eltern einhundertmal Ich war nicht lieb schreiben musste, ist mir aus der Zeit davor zwar noch in Erinnerung, aber sie hat mich nicht daran gehindert, danach einfach nur zum Vergnügen zu schreiben.

 

Heute bereitet es mir Vergnügen, mir bereits während des Schreibens die Reaktion meiner Leser vorzustellen. Ich möchte Sie, und Sie, und Sie erreichen. Ich möchte unterhalten, Aufmerksamkeit erwecken, nachdenklich stimmen, zum Schmunzeln bringen. Und ich möchte meine Leser ernst nehmen, denn immerhin habe ich mir...

Zweitens... die Liebe zum Schreiben "erlesen"

Denn seit ich mit dem Schreiben anfing, ist viel Zeit vergangen und von ungeliebten Deutschaufsätzen bin ich weit entfernt. Im Nachhinein muss ich feststellen - mal abgesehen von der genetischen Vorbelastung - bin ich über das Lesen zum Schreiben gekommen.

 

Es sind meine Lieblingsautoren, die mich ursprünglich inspiriert haben und das auch heute noch oft tun. Ihr Stil, ihre Themen, die Stimmung, die ihre Bücher in mir erzeugen.

Und weil ich so gerne Pointen vergesse, lese ich in größeren Abständen literarische Werke, die ich schon kenne, immer wieder. Dann mit einem anderen Hintergrund, aus einer anderen Erfahrung heraus.

 

So kann ich geliebten Büchern immer neue Seiten abgewinnen und finde sie auch beim dritten Lesen noch inspirierend.

Es hat eine Zeit gegeben, in der ich mir in den Büchern Notizen machte, um meine Ideen zum Text festzuhalten. Spätestens nachdem ein Freund der Familie, mit meinem Bücherregal alleine gelassen, die Kommentare bei unpassender Gelegenheit zum Besten gab, habe ich damit aufgehört. Es kam mir damals vor, als habe jemand aus meinem Tagebuch vorgelesen. Seither mache ich mir Notizen auf separatem Papier. Und die halte ich neben Inspirationen, die mir anderswo begegnen, fest.

Dazu habe ich mir eine Art "Resterampe" zugelegt. Aber das ist ein anderes Kapitel.

 

Was verbinden Sie mit dem Thema Lesen und Schreiben? Ich freue mich, von Ihnen zu hören.

Herzlich 

Ihre Annette Doppke

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Annette Doppke
Texterin

 

 

 

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